Aktuelles Projekt

Zur Zeit befindet sich in der Projektwerkstatt ein ganz besonderes Tiny House im Bau. Zugunsten einer deutlich verbesserten Dämmung und massiveren Bauweise wird bei diesem Projekt bewußt auf einen straßenverkehrszugelassenen Anhänger verzichtet. Statt dessen wird „Rondo“ auf einem Rangiergestell aufgebaut, welches mit einer Traglast von 8 Tonnen viele Spielräume und Freiheiten in Konstruktion und Gestaltung ermöglicht.

Es erfolgte eine altengerechte Grundrissplanung, welche bewußt auf Hochebenen verzichtet und eine leichte Zugänglichkeit aller Räume ermöglicht. Mit einer Größe von knapp 3 x 10 Metern entstehen so ca. 24 m² Wohnraum, aufgeteilt in einen Wohn-Ess-Bereich, Ein kleines Schlafzimmer mit Büro und ein separates Bad.

Die Holzkonstruktion ist durch den runden Bug und das runde Heck relativ komplex, die Dimensionen der Holzkonstruktion betragen in den Wänden 6 x 12 cm, in Boden und Decke 6 x 14 cm.

Als Fahrgestell dient ein massiver Stahlrahmen aus IPE 120 Stahl und Felgen mit Bereifung aus dem Flugzeugbau. Die Grundmaße des Rangiergestells betragen 2 x 9 Meter. Die Deichsel ist abnehmbar.

Zuerst wird die Rahmenkonstruktion für die Bodenplatte hergestellt und die zukünftige Unterseite wird mit 9 mm Film-Film-Platten beplankt. Dann wird die ca. 350 kg schwere Konstruktion einmal gedreht, damit sie anschließend mit Dämmaterial „befüllt“ werden kann.

Die Bodenplatte ist zwischenzeitlich gefüllt und mit 22 mm ESB-Platten belegt. Die Stöße sind rundum abgedichtet. Nun kann der Aufbau der Holzrahmenkonstruktion beginnen.

Nach einigen Tagen Arbeit steht die Rahmenkonstruktion für die Außenwände und die aussteifenden Zwischenwände.

Nun erfolgt die Rahmenkonstruktion für die Decken-Dämmebene, die Hinterlüftung und die Ausbildung der ESB-Scheibe für das Flachdach (3% Gefälle).

Einbau der Unterspannbahn rundum …

Nun wird die Holzfaser-Dämmung in Wand und Decke eingebaut.

Schließlich wir die Klimamembran auf der Innenseite angebracht und verklebt.

Um die Innenhülle dicht abschließen zu können, werden nun Fenster, Türen und Kamindurchlass eingebaut und abgedichtet.

Beim Einbau der Fenster wird bewußt auf Bauschaum verzichtet. Die Dämmung zwischen Fensterrahmen und Fenster erfolgt mit Stopfhanf, der gleichmäßig rundum eingebracht wird.

Unter dem Fenster wird ein Durchlass mit 100 mm Durchmesser eingebaut, um später die Entlüftung der Trenntoilette sicherstellen zu können.

Die Abdichtung der einzelnen Bauteile mit der Wandkonstruktion muss mit Sorgfalt erfolgen. Undichtigkeiten der Klimamembran führen sonst langfristig zu Bauschäden.

Die vier großen Fenster- & Türflügel werden erst später eingehängt, um sie während der weiteren Ausbauarbeiten nicht zu beschädigen.

Vor die Innenwände nun endgültig verkleidet werden können, erfolgt zunächst die Verlegung der Elektrik und weitere Installationsvorbereitungen.

Nun geht es an die Verkleidung der Innenwand. Natürlich mit Massivholz. Und so langsam fängt es an, Wohnraum zu werden. schön … 🙂

Heute haben wir dann witterungsbedingt doch die Terrassentüre und die verglaste Eingangs-Doppeltüre eingesetzt. Jetzt gibt es ein klar definiertes „drinnen“ und „draußen“.

Der zukünftige Wohnraum ist superhell und die großen Fensterflächen schaffen einen Panoramablick im kompletten Wohnraum. Ich denke, das Raumkonzept geht auf … tolle Sache!

Entgegen meiner ursprünglichen Planung habe ich nun an der Dachabdichtung weiter gearbeitet, um alle notwendigen Arbeiten abzuschließen, solange die Außentemperaturen es noch zulassen.

Zuerst wurde rundum die Attika aufgebaut und die Entlüftung für Wände und Dach eingebaut.

Dann wurde die komplette Dachfläche mit einer vollflächig verklebten EPDM Folie abgedichtet und mit EPDM-Randstreifen angeschlossen. Nun sind außen (fast) alle Arbeiten beendet, welche über 5 Grad benötigen.

Nun geht es also wieder drinnen weiter: Mit der Decken-Unterkonstruktion und dem Einbau der Zischenwände.

Nun erfolgt die Fertigstellung der Decken.

Bevor die Aussenfassade ausgeführt werden kann, muss nun zuerst die Attika mit dem Anschluss des Daches an die Wandfläche fertig gestellt werden.

Durch die Rundungen in Bug und Heck gestaltet sich die unterkonstruktion relativ schwierig. Um die selbe Aufbauhöhe der Konterlattung zu erhalten, wird die Unterkonstruktion mit drei aufeinander verklebten 8mm-Film-Film-Streifen ausgeführt.

Nun wird die erste Lage der Boden-Deckel-Schalung angebracht.

Nun folgt die zweite Lage der Deckelschalung sowie die Detailarbeiten wie die Abschlüsse an den Türen und Fenstern, die Außenbeleuchtung und die Installation der Fallrohre.

Vollbracht 🙂 Das Tiny House ist nun von außen fertig gestellt.

Nun folgen die abschließenden Arbeiten im Wohnraum: Fliesenarbeiten in Bad und Küche, die Verlegung des Seekiefer-Dielenbodens, Einbau einer Türe zum Bad und weitere Restarbeiten. Ende in Sicht!